Motorsport made in Brandenburg

Formel E in Berlin – Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Bevor es am 25. Mai beim „BMW i Berlin E-Prix“, dem zehnten von 13 Läufen zur „ABB FIA Formula E Championship 2018/2019“, wieder weitestgehend lautlos und dennoch actiongeladen und spektakulär zugehen wird, ist auch in diesem Jahr eine Menge Vorarbeit vonnöten.

Wie in den Vorjahren wurde für das Hauptstadtevent der Extraklasse der ADAC Berlin-Brandenburg mit großen Teilen der Vorbereitung sowie der sportlichen Leitung betraut. Um auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Berlin-Tempelhof wieder den gegenüber den Vorjahren nahezu unveränderten 2,375 km langen temporären Kurs mit zehn Kurven zu errichten, ist eine Menge Material zu transportieren. Rund 800 überwiegend je vier Meter breite, einen Meter hohe und vier Tonnen schwere Betonelemente sind vom gut zehn Kilometer entfernten Lagerplatz im Berliner Bezirk Köpenick anzukarren, „in Reih´ und Glied“ zu stellen sowie mit den Fangzäunen für den Ernstfall zu versehen. Gemäß der strengen, aber notwendigen Richtlinien des Automobil-Weltverbandes FIA (Fédération Internationale de l’Automobile) müssen zahlreiche weitere Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. „Der Streckenaufbau beginnt drei Wochen vor dem Event und wird von einer spanischen Spezialisten-Truppe durchgeführt. Für alle Berlin-spezifischen Angelegenheiten haben wir unseren Mitarbeiter Sebastian Wittrisch quasi abgestellt, der die ganzen Abläufe aus der Vergangenheit kennt. Er koordiniert und überwacht die Arbeiten vor Ort“, erklärt Horst Seidel, der Abteilungsleiter der Sportabteilung des ADAC Berlin-Brandenburg e. V. Und weiter: „Beim Aufbau einer temporären Strecke kommt immer irgendetwas Unvorhersehbares dazwischen, aber deswegen wird längst nichts dem Zufall überlassen.“

Sportabteilung des ADAC Berlin-Brandenburg derzeit im Dauerstress

Horst Seidel - Leiter der Sportabteilung des ADAC_Berlin-BrandenburgIn der Sportabteilung selbst ist man im Vorfeld mit einer Menge administrativer Arbeiten beschäftigt. Etwas unglücklich ist dabei, dass der ADAC Berlin-Brandenburg auch beim ADAC GT Masters nur eine Woche zuvor vom 17. bis 19. Mai im tschechischen Most für die Organisation des sportlichen Teils verantwortlich zeichnet und somit beide Veranstaltungen parallel vorzubereiten hat. Bei der Formel E obliegen ihm bei der Veranstaltungen selbst die wichtigen Bereiche Rennbüro, Rennleitung, Race Control und Streckensicherung, wofür natürlich ebenfalls eine Menge an Vorarbeit zu leisten ist. Das beginnt mit der Personalplanung, denn die Mitarbeiter des Rennbüros, weitere 20 Technische Kommissare und Helfer sowie rund 140 Sportwarte wachsen nicht auf den Bäumen. „Speziell die Sportwarte kommen von überall aus der Republik, die meisten aus Sachsen, aber auch aus dem Ausland zu uns, um mitzuhelfen, dass alles eine runde Sache wird. Für sie sind die Übernachtung, Verpflegung und so weiter zu planen“, so noch einmal Horst Seidel.

Weltverband FIA weiß Organisation in Berlin zu schätzen

Auf sie alle wartet in diesem Jahr noch mehr Arbeit, als in den Vorjahren, denn die Aktivitäten auf dem Rennkurs erstrecken sich in dieser Saison auf Grund der neu hinzugenommenen Rahmenserie Jaguar I-PACE eTROPHY außer auf den Samstag nun auch auf den Freitag.

Ebenfalls neu ist die sogenannte „Girls on Track“-FIA-Aktion, deren Ziel es ist, junge Mädchen an den Motorsport heranzuführen, sie zu sensibilisieren und zukünftig hinter den Kulissen stärker einzubinden. Das Ganze läuft für die Mädchen noch spielerisch, aber dennoch auch ein bisschen seminarähnlich ab und ist beim BMW i Berlin E-Prix ebenfalls vom ADAC Berlin-Brandenburg mit zu organisieren und durchzuführen.

Des Weiteren ehrt die FIA an jenem Wochenende unter anderem auch wieder bei der Formel E in der deutschen Hauptstadt die ehrenamtlichen Helfer, wobei der „Volunteers Day“ zum „Volunteers Weekend“ 2019 ausgebaut wird und es gut möglich ist, dass dazu der FIA-Präsident Jean Todt, wie im Vorjahr, Berlin einen Besuch abstatten wird. „Die FIA wählt alljährlich einzelne Veranstaltungen stellvertretend aus, bei der die Sportwarte zum Beispiel mit entsprechenden Danke-T-Shirts und -Basecaps ausgestattet werden. Dass das erneut auch in Berlin gemacht wird und Jean Todt dazu eventuell wieder hierher kommt, ist eine große Ehre für uns und ist sicherlich auch im Zusammenhang mit unseren guten Kontakten zur FIA und dem reibungslosen Ablauf im vergangenen Jahr zu sehen. Umgekehrt spüren wir auch viel Hilfsbereitschaft von verschiedenen FIA-Leuten“, weiß Horst Seidel, der nach seiner Zeit in der FIA-Kartabteilung CIK (Commission Internationale de Karting) seit vielen Jahren als FIA-Steward ehrenamtlich tätig ist und derzeit einer von zwei permanenten Stewards der Tourenwagen-Weltserie WTCR sowie Mitglied der Touring Car Comission ist.


Weitere Informationen gibt es unter www.fiaformulae.com

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