Motorsport made in Brandenburg

ADAC Northern Europe Cup: Freitag und Georgi Doppelsieger in Donington Park

Nachdem der ADAC Northern Europe Cup das erste von zwei Rennen im Rahmen der Superbike-Weltmeisterschaft am Samstag bei kühlen und windigen Bedingungen bestritt, zeigte sich zum zweiten Lauf am Sonntag über dem Donington Park Circuit die Sonne und sorgte für optimale Rennvoraussetzungen. Philipp Freitag (19, GER) und Georgi konnten diese am besten für sich nutzen.

In der Standard-Klasse übernahm der Pole-Setter Leon Orgis (15, GER) zunächst die Führung im Rennen und legte ein souveränes Tempo vor. Doch in der sechsten Runde schnappte sich Philipp Freitag (19, GER) die Spitze, die er trotz starkem Druck von hinten bis ins Ziel nicht mehr abgab. Freitag, der bereits den ersten Lauf am Samstag gewonnen hatte, siegte erneut. 0,324 Sekunden dahinter folgte Orgis, der sich am Ende des 14 Runden langen Rennens mit Platz zwei geschlagen geben musste.

Dirk Geiger (14, GER) lag nach dem Start direkt hinter seinem Kiefer Racing Teamkollegen Orgis auf Position zwei, musste in Runde sechs aber Freitag passieren lassen und landete nach einem Duell gegen Orgis auf Position drei. Dem Förderpiloten der ADAC Stiftung Sport fehlten 0,670 Sekunden auf Orgis. Simon Jespersen (15, DEN) und Toni Erhard (16, GER) komplettierten die Top-5 im zweiten Lauf.

Mit zwei dritten Plätzen baut Geiger seine Führung in der Gesamtwertung weiter aus. Nach fünf von elf Rennen hat der 14-jährige amtierende Standard-Meister 107 Punkte auf seinem Konto. Freitag klettert zur dritten Veranstaltung von Platz vier auf Position zwei nach vorne und hat dank seinem Doppelsieg 87 Punkte angesammelt. Erhard liegt indes mit 73 Zählern auf dem dritten Rang.

In der GP-Klasse hatte Walid Khan Soppe (17, NED) für mehrere Runden die Nase vorn, doch in der fünften Runde ging sein Freudenberg Racing Teamkollege Tim Georgi (16, GER) vorbei und übernahm die Führung des Rennens. Sobald der Förderpilot der ADAC Stiftung Sport an der Spitze lag, baute er seinen Vorsprung Runde für Runde aus, bis er schließlich mit 4,764 Sekunden vor Soppe im Ziel ankam, der wiederum Zweiter wurde.

Gaststarter Asher Durham (18, GBR) folgte nur 0,580 Sekunden hinter Soppe im Ziel und durfte damit aufs Podest klettern. Obwohl der amtierende Vizemeister des ADAC Junior Cup powered by KTM, Jan-Ole Jähnig (16, GER) das Podium selbst um nur 1,014 verpasste, nimmt er die 16 Punkte für den dritten Platz mit nach Hause, da Durham als Gaststarter nicht gewertet wird. Kevin Orgis (17, GER) wurde Vierte, gefolgt von Sasha de Vits (15, BEL).

Mit seinem vierten Saisonsieg 2017 liegt Georgi in der GP-Klasse mit 100 Punkten weiterhin an der Spitze. Auf dem zweien Rang folgt sein Teamkollege Soppe mit 85 Zählern. Kevin Orgis belegt Position drei mit 77 Punkten, nur knapp vor Jähnig, der mittlerweile 74 Punkte angesammelt hat.
Nach einer kurzen Pause startet der ADAC Northern Europe Cup in wenigen Wochen (30. Juni bis 2. Juli) im Rahmen der MotoGP auf dem Sachsenring zum sechsten Rennen der Saison 2017.

Die Stimmen:

Philipp Freitag (19, GER), Sieger, ADAC NEC Standard:
"Mein Start heute war wieder nicht optimal und dadurch musste ich erst einmal etwas abwarten, bis sich das mit den GP-Fahrern etwas sortiert hatte. Das führte dazu, dass ich etwa eineinhalb Sekunden Rückstand auf Dirk und Leon hatte. Erst einmal musste ich mich in der hinteren Gruppe durchsetzen und dann konnte ich die Lücke zufahren. Ich bin heute eine Sekunde schneller gefahren als gestern und habe gleich gemerkt, dass die Bedingungen viel besser sind. Ich habe Dirk und Leon in einer Runde überholt und versucht, wegzufahren, aber ich konnte sie nicht abschütteln. In der letzten Runde musste ich noch einmal alles geben, dass Leon nicht an mir vorbeikommt. Jetzt bin ich überglücklich, dass ich den Doppelsieg holen konnte. Ich danke meinem Team und allen, die mir geholfen haben."

Tim Georgi (16, GER), Sieger, ADAC NEC GP:
"Heute war es deutlich spannender als gestern im ersten Rennen, aber eigentlich nur, weil ich wieder den Start versemmelt habe. In den ersten Runden bin ich nicht an einem der Britne vorbeigekommen und dann kam noch ein anderer Konkurrent an uns vorbeigeschossen und hat sich verbremst. Dadurch mussten die anderen alle aufmachen und ich bin an die Spitze nach vorne gefahren. Nach und nach konnte ich mich ein bisschen absetzen und bin konstant gute Rundenzeiten gefahren, die heute dank der guten Bedingungen und ohne Wind viel besser waren. Ich freue mich sehr über diesen Doppelsieg, es ist ein tolles Gefühl. Ich komme langsam wieder zu alter Form zurück, es wird immer besser."

ADAC-Presse