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Getriebeschaden wirft Przygonski/Gottschalk zurück

Die härteste Rallye der Welt hat mit einer Enttäuschung für Jakub „Kuba“ Przygonski und Timo Gottschalk begonnen.

Das polnisch-brandenburgische Duo erwischte zwar einen guten Start in die Auftaktprüfung des Wüstenklassikers und rangierte 146 Kilometer lang unter den Top drei der Gesamtwertung, ein Getriebeschaden am X-raid-Mini sorgte jedoch für ein jähes Ende der Hoffnungen auf ein gutes Tages- und Gesamtresultat.

 

 

Dem Marathon-Weltcup-Sieger von 2018 und dem „Dakar“-Champion von 2011 blieb nichts anderes übrig, als auf die Hilfe des Race-Trucks zu warten. Nach einem Getriebewechsel, der insgesamt mehr als fünfeinhalb Stunden kostete, nahmen Przygonski/Gottschalk die Fahrt wieder auf. Natürlich sind wir mega-enttäuscht. Bis Kilometer 146 lief alles perfekt, wir lagen auf Platz drei – das war der Plan. Dann hatten wir auf einmal einen Getriebeschaden, null Vortrieb, und mussten anhalten. Wir haben das Getriebe ausgebaut – was mit den Bordwerkzeugen nicht sonderlich leicht war. Nachdem der Race-Truck eintraf, haben wir ein neues Getriebe eingesetzt und konnten weiterfahren. Auf den letzten Kilometern sind wir in die Dunkelheit geraten und hatten Null Sicht. Es ist wie es ist, wir sind froh, dass wir die Prüfung beendet haben. Aber wir haben eine Menge Zeit verloren. Jakub "Kuba" Przygonski nach Etappe 01 der Rallye Dakar 2020.

Wir sind mit großen Erwartungen in die Rallye Dakar gestartet. Und wir haben auf dem ersten Teilstück der Etappe auch gezeigt, wo wir hingehören. Doch dann sowas. Einen Getriebeschaden sollte es nicht geben, schon gar nicht auf der ersten Etappe. Nun müssen wir sehen, was sich noch ausrichten lässt. Aber es ist natürlich schwer, jetzt die Motivation hoch zu halten. Timo Gottschalk nach Etappe 01 der Rallye Dakar 2020.

Kein Abwarten, kein Taktieren – 100% „Dakar“ von Beginn an

Die Rallye Dakar ging mit der ersten Etappe gleich in die Vollen: 319 WP-Kilometer standen auf der Agenda, die entlang des Roten Meeres zwischen Bergen entlangführten. Dabei begann der Wüstenklassiker unerbittlich: Erste Dünenfelder standen auf dem Programm, dazu viele schnelle Pfade und ausgetrocknete Flussbetten, die die Navigation erschwerten. Der Tagessieg ging überraschend an Vaidotas Zala/Saulius Jurgelenas (LTU/LTU) im X-raid-Mini – vor den "Dakar"-Cracks Stéphane Peterhansel/Paulo Fiuza (FRA/POR, Mini), Carlos Sainz/Lucas Cruz (ESP/ESP, Mini) und Nasser Al-Attiyah/Matthieu Baumel (QAT/FRA, Toyota) auf den Plätzen zwei bis vier.

PM