ADAC Berlin-Brandenburg Motorsportportal

Polnisch-brandenburgisches Duo kämpft mit gleich fünf Reifenschäden bei der Dakar

Comeback mit großen Hindernissen: Jakub „Kuba“ Przygonski und Timo Gottschalk haben den zweiten Tag der Rallye Dakar als 18. beendet. Das polnisch-brandenburgische Duo sah sich auf der Etappe von al-Wadschh nach Neom dabei vielen Schwierigkeiten ausgesetzt. Den Gutteil der ersten Hälfte der Wertungsprüfung verbrachten sie im Staub der vorausfahrenden Joan „Nani“ Roma/Daniel Oliveras Carreras (ESP/ESP, Borgward) und Benidiktas Vanagas/Filipe Pameiro (LTU/POR, Toyota). Zudem erlitten der Marathon-Weltcup-Sieger von 2018 und der „Dakar“-Champion von 2011 insgesamt fünf Reifenschäden – bei nur drei Ersatzrädern war die Reparatur eines Reifens unterwegs nötig, ein fünfter Plattfuß ereilte „Kuba“ und Timo kurz vor dem Ziel.

Der Tagessieg ging an Giniel de Villiers/Alex Haro Bravo (ZAF/ESP, Toyota), die auf den letzten Metern vom Pech der lange Zeit souverän führenden Yazeed Al-Rahji/Konstantin Zhiltsov (RSA/RUS, Toyota) profitierten. Rang zwei ging an Orlando Terranova/Bernando Graue (ARG/ARG, Mini). Ein schwieriger Tag. Nach den Getriebe-Problemen von gestern mussten wir heute weit hinten starten und das war äußerst hart. Wir waren zu Beginn lange im Staub unserer Vordermänner, musste viele Fahrer überholen. Dabei haben wir uns insgesamt fünf Reifenschäden eingefangen. Jakub "Kuba" Przygonski nach Etappe 02 der Rallye Dakar 2020 Wir hatten heute mit den Folgeerscheinungen unserer Probleme von gestern zu kämpfen. Wir sind weit hinten gestartet, wir mussten so viel Staub schlucken. Zudem war die Strecke bereits sehr ausgefahren.

Im Staub haben wir uns fünf Reifenschäden eingefangen. Einen Reifenschaden konnten wir reparieren, da wir nur drei Reserveräder dabei hatten – den letzten haben wir kurz vor dem Ziel bekommen. Dadurch haben wir wieder Zeit verloren. Darüber sind wir sicher nicht happy. Aber mal schauen, was sich in den kommenden Tagen noch ausrichten lässt. Timo Gottschalk nach Etappe 02 der Rallye Dakar 2020

Navigation am zweiten Tag knifflig – dank neuer Regeln

Erstmals bekamen die Beifahrer die Roadbooks erst 15 Minuten vor ihrem Start ausgehändigt – fertig vom Veranstalter A.S.O. farbig markiert. 2020 wird auf exakt der Hälfte aller Etappen so verfahren – unter anderem auch auf dem traditionell besonders harten Teilstück unmittelbar vor dem Ruhetag. Auf der zweiten Etappe standen zwischen al-Wadschh und Neom erneut schnelle, sandige Pisten zwischen den Bergen auf der Agenda, viele parallel verlaufende Pfade erschwerten die Navigation. In den zahlreichen ausgetrockneten Flussbetten galt es zudem, angesichts spitzer und großer Steine das Material zu schonen.

PM