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Rund ein Drittel der WP al-’Ula–Ha’il wird in Dünen ausgetragen

Dünen, Kamelgras und schnelle Schotterpisten – die Rallye Dakar hat am fünften Tag ihrer Premiere in Saudi-Arabien neue Herausforderungen bereitgestellt. Herausforderungen, die Jakub „Kuba“ Przygonski/Timo Gottschalk mit Tagesrang neun meisterten. Dabei fanden der Marathon-Rallye-Weltcup-Sieger von 2018 und der „Dakar“-Champ von 2011 in Vorbereitung auf die kommenden Etappen auf dem körnigen Untergrund einen guten Rhythmus und sicherten sich zeitgleich eine gute Ausgangslage für die erwarteten „Hammerprüfung“ vor dem Ruhetag.

Die ersten rund 100 Kilometer waren auf steinigem Gelände, hart für das Material. Dort hatten wir einen guten Rhythmus und auch eine gute Zeit. Die letzten 210 Kilometer führten durch Sand, auf Kamelgras und in die Dünen. Darunter auch viele Geradeaus-Stücke mit hohem Tempo. Wir hatten ein gutes Gefühl im Auto. Ich freue mich, dass wir jeden Tag mit den Top-Fahrern mithalten können, auch wenn es heute nicht ganz für ein Top-Resultat gereicht hat. Jakub "Kuba" Przygonski nach Etappe 05 der Rallye Dakar 2020 Eine zweigeteilte Prüfung vom Terrain her.

Der erste Teil auf super-schnellen Schotterpisten mit dicken Felsbrocken, der zweite mit vielen Dünen und nicht enden wollendem Kamelgras. Sehr holprig, sehr weich. Wir hatten eigentlich einen guten Rhythmus und ein gutes Gefühl – doch am Ende der Prüfung haben wir gesehen, dass wir von der Zeit nicht ganz bei der Musik waren. Das werden wir analysieren – dennoch, heute hat alles gepasst. Timo Gottschalk nach Etappe 05 der Rallye Dakar 2020

Von Al-’Ula nach Ha’il: Moderner Zehnkampf um die Top Drei

Die fünfte Etappe der Rallye Dakar entwickelte sich auf den 353 WP-Kilometern zum Zehnkampf um die Top Drei des Tages – und Jakub „Kuba“ Przygonski und Timo Gottschalk mittendrin. Bis Kilometer 250 rangierte das polnisch-brandenburgische Duo auf Rang vier der virtuellen Tageswertung. Während der Tagessieg unter den Rivalen Carlos Sainz/Lucas Cruz (ESP/ESP, Mini) und Nasser Al-Attiyah/Matthieu Baumel (QAT/FRAU, Toyota) ausgemacht wurde, rangierten Pryzgonski/Gottschalk unter anderem stets zwischen Stéphane Peterhansel/Paulo Fiuza (FRA/POR, Mini), Yazeed Al Rajhi/Konstantin Zhiltsov (KSA/RUS, Toyota), Orlando Terranova/Bernado Graue (ARG/ARG, Mini) und Giniel de Villiers/Alex Haro Bravo (ZAF/ESP), Toyota. Auf dem Weg zwischen Al-’Ula und Ha’il waren das diese Disziplinen: zunächst offenes Gelände, bei dem die Teilnehmer viele ausgetrocknete Flussbetten kreuzten. Dazu etwas mehr als ein Drittel der Distanz, das in den Dünen ausgetragen wurde, rund ein weiteres Viertel auf sandigen Pisten.

PM