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Bestes Tagesresultat bisher für Przygonski/Gottschalk beim Wüstenklassiker

Wir unterbrechen unser Programm für eine wichtige Mitteilung: Jakub „Kuba“ Przygonski und Timo Gottschalk haben bei der Rallye Dakar mit Rang zwei ihr bisher bestes Tagesresultat erreicht.

Auf dem zehnten Teilstück des Wüstenklassikers, der die Teilnehmer von Haradh nach Shubaytah und damit in ein Marathon-Biwak führte, entschied neben der fahrerischen Herausforderung in den Dünen auch die knifflige Navigation über Sieg und Platzierungen. Bei der Wegsuche fand Beifahrer Timo Gottschalk im Pulk mit Stéphane Peterhansel/Paulo Fiuza (FRA/POR, Mini) und Carlos Sainz/Lucas Cruz (ESP/ESP) in einem die Route eröffnenden Dreierpack am schnellsten den Weg – während andere Favoriten größtenteils viel Zeit verloren. Dabei profitierten Sainz/Cruz, die den Startabstand von drei Minuten auf Przygonski/Gottschalk wettmachten am deutlichsten und bauten ihre Führung im Gesamtklassement aus. Eine ganz und gar nicht einfache Prüfung mit viel steil abfallenden Dünen.

 

Wir haben uns das Tempo gut eingeteilt, um langsam über die Dünenkämme zu fahren, ohne steckenzubleiben. Wir sind eine zeitlang Carlos Sainz gefolgt und konnten sein Tempo mitgehen, sagt Jakub "Kuba" Przygonski nach Etappe 10 der Rallye Dakar 2020.

Heute wurde nur der erste Teil der Prüfung gefahren, der zweite wurde neutralisiert. Aber der war eine reine Wüstenprüfung mit sehr vielen Dünen, viel Off-Piste, teilweise mit gefährlichen, steilen Dünenabhängen. An einer Stelle wurde es mit der Navigation knifflig, dort haben viele nach dem Weg gesucht, wir haben uns dort kurz von Carlos Sainz in die Irre führen lassen, aber dann schnell herausgefunden aus der Situation, dabei sind wir auf Stéphane Peterhansel aufgeschlossen, Carlos Sainz ist uns gefolgt – ihn haben wir dann überholen lassen. Ein guter Tag! so Timo Gottschalk nach Etappe 10 der Rallye Dakar 2020.

Wahrlich harte Arbeit: das „leere Viertel“ fordert Mensch und Maschine – trotz Verkürzung

Der erste Teil einer sogenannten Marathon-Etappe, an dessen Abend der Service nur durch Teilnehmer, nicht aber durch das Team erlaubt ist, führt durch die ersten Ausläufer des „Leeren Viertels“ – einer stetig wachsenden, imposanten Sandwüste. Zu Beginn standen Dünen der Kategorie 1 auf der Agenda, gepaart mit der direkt von vorn kommenden Sonne, die die Sicht einschränkte. Der Tag in den Sandbergen, der seinen Höhenpunkt ursprünglich im Schlussspurt in Dünen der Kategorie 2 finden sollte, wurde immer wieder unterbrochen von schnellen Sandpisten und stillgelegten Strecken der Ölindustrie. Nach der Neutralisierungsphase wurde die Wertungsprüfung aufgrund starker Winde für alle Kategorien abgebrochen und die Wertung bei Kilometer 345 – am Ende der Neutralisierungsphase und vor den Dünen-Kolossen am Etappenende – abgebrochen.

PM