Liga 1: Grande Finale - oder: Achterbahnfahrt eines Champions

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Noch keine Vorentscheidung in der Meisterschaft gefallen

Robert Kindervater mit Laufsieg

 

Großes Finale im ADAC SimRacing Cup: Die beiden letzten Rennen der Kick-Off Saison in der Liga 1 standen auf dem Plan und es lag Spannung in der Luft, denn gleich mehrere Fahrer hatten gute Chancen auf den Titel in der „Königesklasse“ des ADAC SimRacing Cups: Jan Philipp Springob (197 Punkte), Hubertus Vier (179), Marc Engels (177) und Robin Rein (171) hatten die besten Karten aber auch Conner Karnik und Philipp Bereswill hatten noch ein Auge auf die Meisterschaft.

In der Qualifikation zeigte Conner Karnik gleich, dass er die Meisterschaft noch nicht abgeschrieben hatet: Pole Position vor Danny Giusa, Philipp Bereswill, Robert Kindervater und Robin Rein. Der Meisterschaftsführende Jan Philipp Springob ging von Position sechs aus ins vorletzte Rennen. Hubertus Vier – zweiter in der Meisterschaft – kam nicht über Position zehn hinaus.

Bereswill und Karnik zurück im Meisterschaftskampf

Keinen guten Start hatte Danny Giusa im McLaren. Besser machte es Polesetter Karnik, der zunächst vorne blieb, dann aber noch in der ersten Runde Position um Position verlor.

Mit einer guten Startphase zeigte Jan Philipp Springob, warum er als Führender ins Finale ging: Er war in seinem AMG GT3 schon nach wenigen Runden auf Position drei hinter den beiden Audi R8 LMS GT3 von Robert Kindervater und Philipp Bereswill.

Hubertus Vier kam nach einem Fremdkontakt von der Strecke ab und erlebte so schon früh einen Rückschlag im Kampf um die Meisterschaft. Auch Jan Philipp Springob hatte nach einem Vorfall mit Marek Böckmann einen Einschlag in die Streckenbegrenzung und verlor anschließend mit stark demoliertem Fahrzeug viele Positionen.

An der Spitze lieferten sich die Audi Piloten Bereswill und Kindervater ein sehenswertes Windschattenduell.

Zur Rennmitte konnten Sascha Popp (+13 Positionen) und Fabian Kreim (+15 Positionen) die größten Sprüngen im Tableau machen, wärhend Conner Karnik zur Spitze aufschließen konnte und auch Robin Rein war drauf und dran, den Kontakt an die Spitzengruppe zu verkleinern.

Nach einem kleinen Fahrfehler von Robert Kindervater kam Conner Karnik an jenem vorbei. Bereswill konnte sich zu diesem Zeitpunkt gank knapp absetzen und etwas für Entlastung sorgen – die Audis an der Spitze waren aber weiter sehr dicht beieinander.

In der Schlussphase versuchte es Karnik mit dem Angriff auf Bereswill. Er kam zwar beim Überholfversuch auf gleiche Höhe, mussre aber zurückziehen und seinerseits schauen, dass er seinen zweiten Platz gegen Kindervater verteidigen konnte.

Das Rennen blieb spannend bis zum Schluss. In der letzten Runde kam Robert Kindervater nach einer minimalen Berührung von Conner Karnik und Philipp Bereswill an die Spitze und tauschte mit dem Pfälzer die Plätze – Karnik blieb nach diesem Manöver in der Mitte des Audi-Trios.

So ging es über die Ziellinie mit dem lachenden Dritten, der seinen ersten Rennsieg im ADAC SimRacing Cup feiern konnte.

Hubertus Vier und Jan Philipp Springob, die beide mit Ambitionen ins vorletzte Rennen gestartet waren aber alle Pech in Rennen 1 hatten, kamen auf den Postionen 10 und 15 ins Ziel.

Auch in Liga 1 fiel die Entscheidung erst im letzten Rennen

Nach verpatztem ersten Rennen hatte Hubertus Vier dank des Reverse-Grids der ersten zehn aus Rennen 1 die Chance zur Wiedergutmachung und nahm den letzten Angriff auf die Meisterschaft von der Pole Position an. Merlin Wolf, Marc Engels, Sascha Popp und Marek Böckmann folgten auf den weiteren Plätzen.

Vier kam gut aus den Startlöchern und behielt die Führung , dahinter schon im Lauf der ersten Runde Bereswill und Karnik, die von Startplatz acht und neun ins Finale gingen.

Jan Philipp Springob - als Gejagter denkbar ungünstig ins Finale gegangen – arbeitete socj Platz um Platz nach vorne und war schon bald in den einstelligen Positionen.

An der Spitze lieferte sich Philipp Bereswill ein ähnlich knappes Duell wie im ersten Rennen – diesmal jagte er allerdings den organefarbenen Lamborhini von Hubertus Vier.

Zur Rennhälfte war Springob wieder im Meisterschaftsrennen. Er kam bereits bis auf Position sieben nach vorne, wo er Raphael Frey vor sich hatte, der wiederum von der Rennleitung mit einer 10 Sekunden Strafe belegt wurde, die er also im Gepäck hatte.

Conner Karnik kam – wie im ersten Rennen – vorbei an Philipp Bereswill auf Position zwei und Jan Philipp Springob hatte das Glück in diesem Rennen auf seiner Seite, denn vor ihm kamen Robin Rein im Audi R8 und Merlin Wolf im Ferrari 488 nach einer kleinen Berührung von der Strecke ab und machten so den Weg frei nach vorne. Unter Berücksichtigung der Zeitstrafe von Frey bedeutete das Position vier für Springob und damit konnte Hubertus Vier, der ein souveränes Rennen an der Spitze ablieferte nicht mehr aus eigener Kraft Meister werden.

Hubertus Vier blieb am Ende der Rennsieg und Jan Philipp Springob – Förderpilot der ADAC Stiftung Sport – geht als erster Champion der Liga 1 in die Geschichte des ADAC SimRacing Cups ein.

 

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Bild: ADAC e.V.
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